Was ist Hydrokultur ?

Hydrokultur? - Sind das nicht die kleinen braunen Kügelchen?

Häufig wird Hydrokultur mit dem Blähton, eben jenen Kügelchen, gleichgesetzt. Dabei heißt Hydrokultur nichts anderes als Wasserkultur. Denn "hydor" kommt aus dem Griechischen und bedeutet schlicht "Wasser". Die Definition von Hydrokultur lautet also:  Die Kultur von Pflanzen in einer Nährlösung ohne organisches Substrat.

 

Anbei der Aufbau und Querschnitt durch ein Hydrokulturgefäß:

Die Pflanze

Das für den Pflanzenliebhaber eigentlich Wichtige, die Pflanze, unterscheidet sich nicht zu einer in Erde oder in einem Mischsystem kultivierten Pflanze.  Auch das Sortiment beinhaltet neben den bewährten Exemplaren mittlerweile auch echte Exoten und muss sich nicht verstecken. 

 

Das Gefäß

An ein Hydrokulturgefäß werden höhere Ansprüche als an ein vergleichbares Gefäß für Erdpflanzen gestellt. Das Gefäß muss absolut wasserdicht und lebensmittelecht sein.

Mittlerweile gibt es für fast alle Gefäß flexible Kunststoffeinsätze, um dies für die Hydrokultur nutzbar zu machen.

 

Der Blähton

Dieses Granulat ist der Ersatz für die Erde. Bei diesem Substrat handelt es sich um Ton, der in einer sich drehenden Trommel bei rund 1600° C gebrannt wird und sich dabei aufbläht.

Der zu verwendende Blähton muss salzfrei sein.

 

Der Langzeitdünger

Bei Hydrokultur empfehlen wir die Verwendung von Lewatit HD50. Flüssigdünger sollte aufgrund der schwierigen Dosierung und des Salzgehaltes und der damit verbundenen Gefahren nur auf Empfehlung und mit entsprechender Beratung zum Einsatz kommen.

Lewatit wird alle 4-6 Monate gedüngt. Es handelt sich hierbei um einen Ionenaustauscher der -stark vereinfacht- die Nährstoffe im Tausch gegen im Gießwasser befindlichen Stoffe abgibt.

 

Der Wasserstandanzeiger

Dieser zeigt den aktuellen Wasserstand im Pflanzgefäß an. Hiervon gibt es verschiedene Ausführungen und Größen, aber das Prinzip ist immer das gleiche. Ein Schwimmer wird vom Wasser angehoben und hebt einen Stift, dessen Spitze den Stand anzeigt. Kontrollieren Sie den Anzeiger bitte regelmäßig.

 

Das Wasser

Zum Giessen Ihrer Hydrokulturen verwenden Sie bitte ausschließlich temperiertes Leitungswasser, keinesfalls Regenwasser. Der Langzeitdünger benötigt Kalk zur Abgabe der Nährstoffe und kann sonst nicht arbeiten.